Wie du innerhalb 1 Woche über 1 Million Nutzer mit nur einem Posting auf Facebook erreichst

Facebook ist das soziale Netzwerk schlechthin. Etwa 1,04 Milliarden Nutzer schauen täglich rein und mehr als 27 Millionen deutsche Nutzer kann Facebook vorweisen.

Die Nutzer erfreuen sich über den Austausch mit anderen, wertvollen Content oder einfach nur die Möglichkeit vom Alltag abzuschalten.
Also ist es nicht verwunderlich, dass Facebook eine perfekte Plattform bietet um Zielgruppen anzusprechen und noch darüber hinaus.
Es ist u.a. möglich als Publisher mit einem organischen Beitrag eine Millionen User oder mehr innerhalb kurzer Zeit zu erreichen.

Das Posting

Es ist absolut verständlich, dass niedliche Tierbilder eine bessere Reichweite haben als beispielsweise Posts mit trockenem und technischem Inhalt.
Doch es ist absolut möglich sehr viele Nutzer zu erreichen, unabhängig vom Content und ohne Werbung.
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Donnerstag, 09. Juni 2016 14:25 Uhr: Ein Post wird auf Facebook veröffentlicht und hat nach 24 Stunden bereits etwa 500.000 Facebook Nutzer erreicht. Nach einer Woche lag die Reichweite bei mehr als 1 Million.
Dabei weist die Facebook-Page, auf der das Posting veröffentlicht wurde, gerade mal um die 1000 Likes auf.

Nachvollziehbar sind diese Daten in der Seitenstatistik. Hier wird die Anzahl der erreichten Personen, die Anzahl der Shares, Anzahl der Likes usw. angezeigt. Der Facebook-Seiten-Betreiber kann hier wichtige Informationen beziehen wie erfolgreich seine Postings sind.

Aber wie ist dieser Erfolg möglich? – Zauberei? Bezahlte User?

Der Schlüssel zum Erfolg – Interaktionen

Facebook honoriert Postings, die bereits direkt nach der Veröffentlichung eine hohe Interaktionsrate aufweisen. Hierfür wird auch ein Vergleich zu inhaltlich ähnlichen Posts gezogen. Bereits eine Interaktionsrate mit einem Wert von etwa 10% ist ganz ordentlich. Mit dieser lässt sich bereits arbeiten.
Aber wie wird die Interaktionsrate ermittelt?
Hierzu wird die Summe der „Klicks auf Beiträge“ mit jeglichen „Gefällt mir“-Angaben, Anzahl der Kommentare und die Anzahl der geteilten Inhalte addiert. Das Ergebnis wird durch die Anzahl der erreichten Personen dividiert und mit dem Faktor 100 multipliziert. Das Resultat zeigt die Interaktionsrate an und gibt Aufschluss darüber wieviel insgesamt mit dem Post interagiert wurde durch andere Facebook-Nutzer. Selbstverständlich ließe sich dieser Wert noch weiter in „reiner“ Interaktion und CTR (Click-Through-Rate) aufspalten.
Facebook beachtet und honoriert Postings, die bereits direkt nach der Veröffentlichung eine hohe Interaktionsrate vorweisen können. Dabei werden die Klicks auf die Beiträge, Kommentare, Likes und geteilte Inhalte berücksichtigt.
Wird der Beitrag also oft angeklickt, geteilt, geliked oder kommentiert zieht dieses die Aufmerksamkeit von Facebook nach sich und das Posting wird im Rahmen des Algorithmus mehr beachtet.
Weist das Posting nun kurz nach der Veröffentlichung eine höhere Interaktionsrate als vergleichbare Beiträge auf, kommt Facebook zum dem Ergebnis, dass dieser wohl hochwertiger zu sein scheint als die anderen. Daraus resultiert eine bessere Qualitätsbewertung. Aufgrund dessen zählt der Beitrag für Facebook zu den bevorzugten und wird mehr Personen angezeigt als üblich. Die organische Reichweite steigt und mehr Nutzer sehen den Beitrag.

Sharing is Caring

Nun wird praktisch eine Kettenreaktion ausgelöst. Durch die erhöhte Sichtbarkeit des Beitrags, werden auch mehr geteilte Inhalte (Shares) generiert. Bedingt durch die höhere Anzahl der Shares werden noch mehr Leute erreicht. Es beginnt ein Strudel der Reichweitenerweiterung.
Selbstverständlich tragen auch die zusätzlichen Likes und Kommentare zur Erweiterung der Reichweite bei, die Shares sind aber unangefochten die stärkste Interaktion. Sie können die Reichweite unglaublich erhöhen.
Aber erreicht der Beitrag nicht bereits in der Anfangsphase eine hohe Interaktionsrate, wird die Ausdehnung der hohen Reichweite bereits im Keim erstickt.
Des Weiteren zeigt die Statistik ebenso deutlich, dass nach etwa 4 – 5 Tagen die Reichweite deutlich nachlässt. Das Posting ist dann bereits so veraltet, dass es nur noch von einem Bruchteil der Facebook-Nutzer wahrgenommen und als interessant anerkannt wird.

Facebook Ads oder organische Posts?

Welche Posts sind erfolgreicher? Im Grunde ist es vollkommen gleichgültig, ob ein Beitrag organisch veröffentlicht wurde oder mit Facebook Ads. Erfolgreich können beide sein.
Der gravierendste Unterschied zwischen beiden Beitragsarten besteht lediglich im Relevance Score.
Der Relevance Score ist ein Faktor, der für Facebook Ads zur Verfügung steht. Dieser wurde im Jahr 2015 eingeführt und weist einen Wert zwischen 1 (schlecht) bis 10 (super) auf.
Letztendlich stellt der Wert nochmal deutlich visuell das negative Feedback im Vergleich zum „normalen“ Feedback dar.
Für rein organische Postings existiert diese Darstellung nicht.
Im Hinblick der Facebook Ads kann ein schlechter Relevance Score für eine Verteuerung der Anzeigen verantwortlich sein. Ads mit besseren Score-Werten werden von Facebook bevorzugt behandelt. Denn Facebook hat es sich zum Ziel gesetzt seinen Nutzern die besten bzw. relevantesten Inhalte zu präsentieren.
Trotz dessen ist die Übersicht „Negatives Feedback“ auch für organische Beiträge hilfreich und aussagekräftig. Hier wird der prozentuale Anteil des negativen Feedbacks vermittelt.

Negatives Feedback

Negatives Feedback

Als erstes ist festzuhalten: Man kann nicht jeden Geschmack treffen und ein 100%iges positives Feedback erreichen!
Je höher die Reichweite ist, umso mehr kann man davon ausgehen, dass auch das negative Feedback steigt. Es sollte aber stets eine geringe Höhe vorweisen, sonst läuft etwas falsch und der Betreiber sollte dringend handeln.
Am meisten kann es verschmerzt werden, wenn Facebook-Nutzer den jeweiligen Beitrag verbergen. Das ist mit Sicherheit nicht schön, aber zu verkraften, da die User nicht gänzlich verloren gegangen sind. Sie sehen künftige Posts dennoch.
Schlimmer ist der Verlust der Leute, die entschieden haben alle Beiträge zu verbergen. Diese sind auch mit zukünftigem Content nicht mehr erreichbar. Und auch User, die im Anschluss der Veröffentlichung des Beitrags die Facebook-Page entfolgen sind verloren.

Zu sehen, dass ein Posting auch negative Facetten aufweist, ist nie erfreulich, aber hilfreich. Ist der Anteil des negativen Feedbacks aber praktisch verschwindend gering, sind keine Gegenmaßnahmen erforderlich. Es ist schier unmöglich jeden Facebook-Nutzer zufrieden zu stellen!
Sollte das Feedback aber die Oberhand gewinnen, müssen selbstverständlich Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

 

Bonus eines erfolgreichen FacebookBeitrags

In erster Linie lässt sich feststellen, dass es auch ohne Werbekosten geht!
Bonus eines erfolgreichen Facebook-BeitragsMit einem reinen organischen Beitrag lässt sich die Reichweite erheblich steigern ohne Geld investieren zu müssen.
Und wer doch Facebook Ads nutzen möchte bzw. muss, muss die gleichen Faktoren im Auge behalten. Mit der Veröffentlichung des Beitrags muss direkt die Interaktionsrate einen guten Start hinlegen. Die ersten paar Stunden nach der Publikation sind entscheidend. Stimmt die Interaktionsrate wird Facebook den Post bevorzugt behandeln und die Höhe der Reichweite kennt kaum Grenzen. Dies gilt für Facebook Ads gleichermaßen wie für organische Beiträge.
Die 1 Millionen erreichten Facebook-Nutzer bescherten der Facebook-Page zudem 60 neue Follower. Diese neuen Liker werden fortan mit jeglichem Content der Facebook-Page konfrontiert. Ergo wird die (mögliche) Reichweite nochmals gesteigert für zukünftige Beiträge.

So ein erfolgreiches Posting ist aber nicht nur für die Facebook-Präsenz selber interessant. Ist so ein Beitrag beispielsweise mit einer Verlinkung zu einem relevanten Beitrag auf einer Webseite verknüpft lässt sich daraus auch noch Traffic für diese generieren. Mehr Traffic bedeutet zudem ein verbesserter Faktor für das Ranking in Suchmaschinen wie Google.