Google Chrome verabschiedet sich von Adobe Flash

Google Chrome verabschiedet sich von Adobe Flash

Lange Zeit war Adobe Flash der Liebling aller Webdesigner. Doch in letzter Zeit haben sich immer mehr Entwickler und Nutzer abgewandt. Seit HTML5 sind zahlreiche Plug-Ins verschwunden und geraten immer mehr in Vergessenheit. Auch die Tatsache, dass Flash immer wieder mit Sicherheitslücken zu kämpfen hatte, trug nicht positiv zur Sache bei. Umstände, die auch Google erkannt hat. Kein Wunder also, dass sich der Google Browser Chrome von Flash verabschiedet. So soll HTML5 der neue Standard sein, sodass Flash-Plug-Ins nur noch bei den Top 10-Domains angezeigt werden. Schon ab dem vierten Quartal 2016 sollen standardmäßige HTML5-Varianten zur Verfügung stehen.

Google trennt sich vom Flash-Plug-In

Treten außerhalb der Top 10-Domain Seiten auf, die Flash voraussetzen, gibt es explizierte Anfragen, ob der Nutzer – wenn er mit Chrome surft – jene erlauben möchte. Mit diesem Vorgang drängt man das Flash-Plug-In ins Abseits. Doch auch wenn erst mit dem vierten Quartal tatsächlich in die Offensive gegangen wird, startete der Prozess bereits im September 2015. Seit damals grenzt Chrome etwa Flash-Animationen aus, welche keine zentrale Funktionsfähigkeit der Internetseite darstellen; vorwiegend handelte es sich um flashbasierte Werbung und Zusatzanimationen. Nun sollen auch Flash-Videos und auch Flash-Browsergames ins Abseits gedrängt werden.

Mit Januar 2017 wohl endgültig Geschichte

Wer als Anwender Google Chrome erlaubt, das Flash-Plug-In zu nutzen, kann dies – für den weiteren Verlauf – dauerhaft speichern. So muss der User nicht ständig seine Erlaubnis für das Plug-In geben. Die „Whitelist“ der Top 10-Domains soll, so Google, aber regelmäßig aktualisiert werden. Ein Umstand, dass mitunter auch Seiten, die zuvor keine Erlaubnis benötigten, nach wenigen Wochen doch den User darauf hinweisen können, dass Flash-Plug-Ins erlaubt werden müssen. Doch werden die User Flash nachweinen? Fakt ist – Google definitiv nicht. Das Unternehmen plante schon vor einiger Zeit die Entfernung des Plug-Ins. So wechselte auch YouTube zu HTML5 (Januar 2015) bzw. sind auch Flash-Werbungen automatisch zu HTML5 geworden (Februar 2015). Geplant ist auch, dass ab Januar 2017 gar keine Flash-Werbungen mehr angezeigt werden.